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Dressur

Silber für Dressur-Équipe - Briten holen Gold

Dressurreiterin Helen Langehanenberg auf Damon Hill © picture alliance / dpa Fotograf: Jochen Lübke
große Bildversion anzeigen Helen Langehanenberg und Co. freuten sich über die Silbermedaille.

Die deutsche Dressur-Équipe hat im Teamwettbewerb die Silbermedaille gewonnen. Auch ohne "Wunderhengst" Totilas lieferte das junge deutsche Trio mit den drei Olympia-Debütantinnen Helen Langehanenberg (Havixbeck), Kristina Sprehe (Dinklage) und Dorothee Schneider (Framersheim) im Greenwich Park eine starke Leistung ab und musste sich nur den überragenden britischen Dressurreitern Charlotte Dujardin, Carl Hester und Laura Bechtolsheimer geschlagen geben. Es war der erste britische Dressur-Triumph in der Olympia-Geschichte, der von den 23.000 frenetisch bejubelt wurde. Bei der siebten Olympiateilnahme von Dressur-Legende Anky van Grunsven belegten die Niederlande Rang drei.

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"Silber gewonnen - nicht Gold verloren"

"Das ist Silber gewonnen und nicht Gold verloren", kommentierte der Dressurausschuss-Vorsitzende Klaus Roeser. "Das ist das jüngste Team, das wir je hatten - eine richtig starke Leistung." Mit dem Sieg der Briten ging zugleich eine lange deutsche Siegesserie zu Ende. Seit 1984 hatten deutsche Reiter bei Olympischen Spielen im Dressur-Mannschaftswettbewerb stets Gold gewonnen. Lässt man die boykottierten Spiele von Moskau 1980 außer Acht, reicht die Serie sogar bis Montreal 1976 zurück.

Starke Vorstellung von Schneider und Langehanenberg

Im abschließenden Grand Prix Special konnten die deutschen Reiter überzeugen. Schneider und ihr Pferd Diva Royal legten mit 77,571 Prozent den Grundstein für einen erfolgreichen Wettbewerb. Sprehe und Desperados leisteten sich bei ihrer Vorstellung gleich zu Beginn in der Passage einen kleinen Lapsus, fingen sich dann aber wieder und fuhren noch ein Ergebnis von 76,254 Prozent. "Desperados war heute nicht ganz so konzentriert wie zuletzt. Er war nervlich etwas aufgeregt, so kam es dann zu diesem Fehler", meinte Sprehe.

Bundestrainer sehr zufrieden

Die deutsche Meisterin Langehanenberg und Damon Hill brillierten anschließend mit Trabverstärkungen, fliegenden Galoppwechseln und Klasse-Passagen, piaffierten jedoch nicht immer souverän - 78,952. "Ich bin super-happy mit den drei Mädels. Das war so nicht zu erwarten", kommentierte Bundestrainer Jonny Hilberath. Das Silber-Trio qualifizierte sich auch für das Einzelfinale mit der Kür. Als erste deutsche Reiterin war Einzelstarterin Anabel Balkenhol aus Rosendahl ins Viereck geritten. Die 40-Jährige erhielt für die Vorstellung mit Dablino 73,032 Prozent und verpasste die Final-Qualifikation nur knapp.

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Greenwich Park

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Aktueller Medaillenspiegel
Pl. Land G. S. B.
1. USA Flagge Vereinigte Staaten 46 29 29
2. CHN Flagge Volksrepublik China 38 27 23
3. GBR Flagge Vereinigtes Königreich 29 17 19
...
6. GER Flagge Deutschland 11 19 14
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