
Die Europameisterinnen Leena Günther (Köln), Anne Cibis (Mannheim), Tatjana Pinto (Münster) und Verena Sailer (Mannheim) haben den Einzug ins olympische Finale über 4x100 m perfekt gemacht. Das deutsche Staffel-Quartett zog als Dritter des zweiten Vorlaufs in 42,69 Sekunden in den Endlauf am Freitagabend (21.40 Uhr) ein. In der Wertung beider Läufe war dies die siebtbeste Zeit. "Das war alles in allem ein solider Lauf", sagte Ex-Europameisterin Sailer. Schnellste waren die USA-Frauen in 41,64. Die bislang letzte deutsche Olympia-Staffel-Medaille hatte das DDR-Quartett 1988 in Seoul mit Silber geholt.
Hochspringerin Ariane Friedrich ist in der Qualifikation gescheitert. Der zuletzt immer wieder von Verletzungen zurückgeworfenen Athletin reichte am Donnerstag ihre Saisonbestleistung von 1,93 m nicht, um im Finale dabei zu sein. Friedrich scheiterte dreimal an 1,96 m und schied als 14. aus. Die 28-Jährige war vom Deutschen Olympischen Sportbund für London nominiert worden, obwohl sie die Olympia-Norm von 1,95 m nicht erfüllen konnte. "Ich bin echt traurig. Es war sehr knapp. Ich wäre total gerne im Finale dabei gewesen", sagte Friedrich.
Südafrikas 800-m-Läuferin Caster Semenya ist als Halbfinalschnellste in den Endlauf am Samstag (21.00 Uhr) eingezogen. Die 21 Jahre alte Fahnenträgerin ihes Landes gewann ihr Rennen in 1:57,67 Minuten und unterstrich damit ihre Ambitionen auf Edelmetall. Die Peking-Siegerin und Jahresweltbeste (1:56,76) Pamela Jelimo aus Kenia siegte in ihrem Semifinale in 1:59,42 Minuten und steht damit ebenso im Finale wie Weltmeisterin Marija Sawinowa (Russland/1:58,57), die sich im dritten Halbfinale durchsetzte. Als Zweite hinter Semenya schaffte auch Europameisterin Jelena Arschakowa (Russland/1:58,3) den Sprung unter die besten Acht.
Die deutsche 4x400-m-Staffel hat den Endlauf verpasst. Jonas Plass, Kamghe Gaba, Eric Krüger und Thomas Schneider hatten nicht den Hauch einer Chance und wurden in 3:03,50 min. Sechste ihres Laufs. "Blade Runner" Oscar Pistorius und die südafrikanische Staffel waren eigentlich ausgeschieden, wurden vom Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) aber nachnominiert, nachdem die kenianische Staffel disqualifiziert wurde. Die beste Zeit liefen die Bahamas in 2:58,87 bei ihrem knappen Sieg über das zeitgleiche USA-Quartett.
Unglaublich, aber wahr: US-Sprinter Manteo Mitchell hat im Halbfinale der 4x400m-Staffel seinen Lauf trotz eines Beinbruchs unter großen Schmerzen beendet. "Als ich die 200-m-Marke passiert hatte, habe ich gefühlt, dass es gebrochen ist. Ich konnte es hören", sagte der 25-Jährige, der als Startläufer Mitchell für die Stadionrunde 46,16 Sekunden brauchte. Ursache für den Wadenbeinbruch, der nach dem Rennen beim Röntgen diagnostiziert wurde, ist offenbar ein Sturz Mitchells wenige Tage vor dem Rennen im olympischen Dorf. Der Lauf war für Mitchell, der sich vorher nach eigener Aussage gut gefühlt hatte, eine reine Qual: "Es hat richtig wehgetan. So, als hätte jemand mein Bein in zwei Hälften gebrochen. Ich habe auch geschrien. Aber im Stadion war es so laut, dass es nicht zu hören war."
Die Wettbewerbe im Olympiastadion gelten seit 1896 als die olympische Kernsportart.[mehr]
Die Sehenswürdigkeiten entlang der 42,195 km.[mehr]
Sportarten bei Olympia: Leichtathletik, Eröffnungs- und Schlussfeier[mehr]
Sportarten bei Olympia: Leichtathletik (Marathon, Gehen), Radsport (Straße)[mehr]
| Pl. | Land | G. | S. | B. | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | USA | ![]() |
46 | 29 | 29 |
| 2. | CHN | ![]() |
38 | 27 | 23 |
| 3. | GBR | ![]() |
29 | 17 | 19 |
| ... | |||||
| 6. | GER | ![]() |
11 | 19 | 14 |
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