Silber und Bronze für Obergföll und Stahl
Mit Christina Obergföll und Linda Stahl haben gleich zwei deutsche Speerwerferinnen olympische Medaillen gewonnen. Stehende Ovationen gab es für Usain Bolt und Weltrekordmann David Rudisha. mehr

Weltrekordler Ashton Eaton hat auch den olympischen Zehnkampf-Wettbewerb dominiert und souverän die Goldmedaille gewonnen. Der US-Amerikaner sammelte 8.869 Punkte, verpasste dabei aber seinen sieben Wochen alten Weltrekord (9.039) deutlich um 170 Zähler. Silber holte sein Landsmann Trey Hardee mit 8.671 Punkten vor dem Kubaner Leonel Suarez (8.523).
Olympia-Debütant Rico Freimuth, der nach einer starken Vorstellung zwischenzeitlich auf Medaillenkurs lag, erreichte mit 8.320 Punkten am Ende Platz sechs. Freimuth hatte in der vorletzten Disziplin, dem Speerwerfen, seine Medaillenchancen eingebüßt, als er mit 57,37 Meter fast sieben Meter unter seiner persönlichen Bestleistung blieb. Vor dem Speerwerfen hatte der 24-Jährige aus Halle/Saale noch überraschend auf dem Bronzerang gelegen.
Am Mittwoch hatte er bereits kaum Schwächen gezeigt, in den ersten drei Disziplinen am Donnerstag schien er sogar über sich hinauszuwachsen: starke 13,89 Sekunden im Hürdensprint sowie persönliche Bestleistungen mit dem Diskus (49,11 Meter) und im Stabhochsprung (4,90 Meter). Die letzte Höhe nahm er dabei mit einer "Technik", die in die Geschichte eingehen dürfte: Anstatt sich in der Luft zu drehen, überquerte Freimuth die Latte mit Blick in den Londoner Himmel. "Ich rufe einfach nur meine Leistung ab. Das sind die zwei geilsten und aufregendsten Tage meines Lebens", sagte der Hallenser nach seinem kuriosen Sprung.
Weniger gut lief es weiterhin für Europameister Pascal Behrenbruch. Der mit großen Ambitionen gestartete Offenbacher erwischte einen rabenschwarzen ersten Tag und lag zur Halbzeit nur auf dem 15. Rang. Dank einer Leistungssteigerung am zweiten Tag verbesserte sich Behrenbruch am Ende noch auf insgesamt 8.126 Zähler und Platz zehn.
Der Frankfurter Jan-Felix Knobel war zu den letzten zwei Disziplinen gar nicht mehr angetreten. Der 23-Jährige musste den Wettkampf wegen muskulärer Probleme aufgeben. Schon im Stabhochsprung war der WM-Achte nicht mehr angetreten, nachdem er die 4,50 Meter im ersten Versuch gerissen hatte. Zuvor war Knobel unter seinen Möglichkeiten geblieben und lag nach einem durchweg enttäuschenden Wettkampf mit 6.305 Zählern auf Rang 24.
Gleich zu Beginn ausgeschieden war Roman Sebrle. Der 37-jährige Altmeister aus Tschechien musste bei seinen vermutlich letzten Olympischen Spielen mit einer Fersenverletzung aufgeben. "Der Weitsprung war nicht mehr möglich, weil ich nicht mehr laufen konnte", erklärte der Ex-Weltrekordler und Olympiasieger von 2004. Im 100-Meter-Lauf hatte er mit 11,54 Sekunden die schlechteste Zeit aller Teilnehmer erreicht.
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Die Wettbewerbe im Olympiastadion gelten seit 1896 als die olympische Kernsportart.[mehr]
| Pl. | Land | G. | S. | B. | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | USA | ![]() |
46 | 29 | 29 |
| 2. | CHN | ![]() |
38 | 27 | 23 |
| 3. | GBR | ![]() |
29 | 17 | 19 |
| ... | |||||
| 6. | GER | ![]() |
11 | 19 | 14 |
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