
Ein würdiger Abschluss für ein herausragendes Sport-Spektakel: Mit einer gigantischen Show sind in London die 28. Olympischen Sommerspiele am Sonntagabend beendet worden. Die vor allem von britischer Pop- und Rockmusik geprägte Schlussfeier riss 80.000 Besucher im Stadion von ihren Sitzen und begeisterte weltweit einige hundert Millionen Fernsehzuschauer. Garniert wurde die gut dreistündige Show mit reichlich Pyrotechnik, Lichteffekten und wunderbaren Kulissen. Insgesamt waren mehr als 4.000 Statisten im Einsatz.
Das Motto "A Symphony of British Music" bescherte den Zuschauern eine sensationelle Hit-Collage mit Solo-Künstlern wie George Michael und Emeli Sandé sowie vielen weltweit erfolgreichen Bands - unter anderem Pet Shop Boys, Spice Girls, Take That und The Who. Da musste auch Prinz Harry als höchster Repräsentant des britischen Königshauses begeistert mitklatschen. Die Organisatoren setzten so einen der größten britischen Exportschlager der vergangenen Jahrzehnte in Szene, nachdem sie bei der Eröffnungsfeier 17 Tage zuvor auf die Industrie- und Sozialgeschichte der Gastgeber-Nation eingegangen waren. "Wir wollen zeigen, was die britische Musik in den vergangenen 50 Jahren geleistet hat", sagte der künstlerische Leiter Kim Gavin.
Zu Beginn war das Olympiastadion in ein Miniatur-London mit Sehenswürdigkeiten wie der Tower Bridge verwandelt. Das ist schon deshalb beeindruckend, weil nur 24 Stunden zuvor die jamaikanische 4x100-Meter-Staffel an selber Stelle noch einen Weltrekord gelaufen war. Anderenorts werden Stadien tagelang gesperrt, wenn dort Bühnen-, Licht- und Soundanlagen zu installieren sind.
Im Mittelpunkt der Schlussfeier standen natürlich tausende Athleten, darunter etwa 300 Deutsche um Fahnenträger Kristof Wilke, die während der Show nach und nach ins Stadion einmarschierten. Einen besonderen Moment durfte Stephen Kiprotich genießen: Der Marathon-Olympiasieger wurde während der Schlussfeier für seine Leistung geehrt und mit der Goldmedaille dekoriert, sodass an diesem Abend unter anderem auch die Nationalhymne Ugandas gespielt wurde. Dauerhaft wehten im Stadion drei Flaggen: Die britische, die griechische zur Erinnerung an das Ursprungsland der Olympischen Spiele sowie die brasilianische, weil die nächsten Spiele in Rio de Janeiro stattfinden werden. Die kommende Gastgeber-Nation durfte auch einen Teil der Feier gestalten und lieferte mit heißen Samba-Rhythmen einen Ausblick auf 2016.
Nicht nur wegen der spektakulären Schlussfeier zog IOC-Präsident Jacques Rogge eine durchweg positive Bilanz: "Ich bin ein glücklicher und dankbarer Mann. Es waren absolut fabelhafte Spiele." Und für Chef-Organisator Sebastian Coe haben die Spiele "die Welt ein wenig näher zusammengebracht und uns daran erinnert, dass wir eine einzige Menschheit sind." Für ihn geht die Arbeit allerdings gleich am Montag weiter. Denn schon am 29. August beginnen an selber Stelle die Paralympics.
Während die Briten im Goldrausch schwelgten, verfehlte Deutschland seine hochgesteckten Ziele.[mehr]
Mit einer gigantischen Show beginnt Olympia 2012.[mehr]
| Pl. | Land | G. | S. | B. | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | USA | ![]() |
46 | 29 | 29 |
| 2. | CHN | ![]() |
38 | 27 | 23 |
| 3. | GBR | ![]() |
29 | 17 | 19 |
| ... | |||||
| 6. | GER | ![]() |
11 | 19 | 14 |
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