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Schwimmen

Phelps' 17. Gold - Deibler Vierter

US-Schwimmstar Michael Phelps © dpa - Bildfunk Fotograf: Hannibal
große Bildversion anzeigen Phelps gewann seine 21. Olympiamedaille.

US-Starschwimmer Michael Phelps hat seiner Wunderkarriere noch ein ein i-Tüpfelchen aufgesetzt. In seinem letzten Olympia-Einzelrennen gewann der 27-Jährige noch einmal Gold. Über 100 Meter Schmetterling verwies er den Südafrikaner Chad le Clos und den Russen Jewgeni Korotyschkin auf die Plätze. Die beiden schlugen zeitgleich an und erhielten Silber. Phelps sammelte seine 17. Olympia-Gold- sowie die 21. Olympiamedaille, in der Lagenstaffel kommt er am Samstag noch einmal zum Einsatz.

Deibler: "Ich bin sau-zufrieden"

Der deutsche Meister Steffen Deibler aus Hamburg wurde gleichauf mit dem serbischen Europameister Milorad Cavic Vierter. Nach dem Rennen jubelte Deibler: "Es war gigantisch, mein erstes Olympia-Finale. Mein Traum war ein olympisches Finale. Ich wär gern noch ein bisschen schneller gewesen. Ich bin sau-zufrieden mit Olympia. Ich bin Vierter in der Welt", sagte der 25-Jährige, der bisher beste deutsche Schwimmer in London ist, direkt nach dem Rennen.

Steffen im Finale: "Das war mein großes Ziel"

Britta Steffen nach dem Finish über 50 m Freistil © picture alliance / dpa Fotograf: Marius Becker
große Bildversion anzeigen Im Halbfinale: Britta Steffen.

In der Weltspitze zurückgemeldet hat sich am Freitagabend auch Britta Steffen: Zwei Tage nach ihrem Halbfinal-Aus über ihre Paradestrecke 100 m Freistil erreichte die Weltrekordlerin über 50 Meter das olympische Finale. Die Doppel-Olympiasiegerin von Peking schwamm in 24,57 Sekunden die zweitbeste Zeit ihres Halbfinals und die viertbeste Gesamtzeit. Vorlaufschnellste war 100-m-Olympiasiegerin Ranomi Kromowidjojo (Niederlande), die in 24,07 Sekunden eine halbe Sekunde schneller war als Steffen. "Ich bin sehr glücklich, das Finale erreicht zu haben. Das war mein großes Ziel", sagte die 28-jährige Steffen: "Auf 50 Metern ist alles möglich", gab sie sich für das Finale am Samstag kämpferisch. Die Hamburgerin blieb noch einmal 13 Hundertstel unter ihrer Zeit vom Vorlauf am Vormittag. Zu ihrer Jahresbestzeit, die sie vor zwei Monaten beim EM-Sieg im ungarischen Debrecen aufgestellt hatte, fehlen noch 20 Hundertstel.

Weltrekord für Franklin - Überraschungssieg an Adlington

Missy Franklin holt mit 17 Jahren olympisches Gold © SID-IMAGES/AFP/LEON NEAL
große Bildversion anzeigen Missy Franklin: Sieg und Weltrekord über 200 Meter Rücken.

In zwei von drei weiteren Finals von Freitag gingen die Goldmedaillen in die USA. Über 200 Meter Rücken hat Jungstar Missy Franklin sich mit einem Weltrekord und dem dritten Olympiasieg zur Schwimm-Königin von London gekrönt. Die 17-jährige Amerikanerin triumphierte in der neuen Bestzeit von 2:04,06 Minuten und stellte damit den siebten Schwimm-Weltrekord bei den Spielen in London auf. Zweite wurde die Russin Anastasia Sujewa, Bronze gewann Franklins Landsfrau Elizabeth Beisel. Über 800 Meter Freistil schnappte US-Schwimmerin Katie Ledecky der britischen Weltrekordlerin Rebecca Adlington das sicher geglaubte Gold weg. Die 15-Jährige aus Washington dominierte das Rennen von Beginn an und blieb in 8:14,63 Minuten nur 53 Hundertstelsekunden über der Bestzeit von Peking-Siegerin Adlington. Bronze gewann Mireia Belmonte Garcia, die die erste Medaille für Spanien holte.

Franzose Manaudou gewinnt Freistil-Sprint der Männer

Über 50 Meter Freistil der Männer sicherte sich Florent Manaudou als erster Franzose olympisches Schwimm-Gold. Der 21-Jährige, jüngere Bruder von Athen-Olympiasiegerin Laure Manaudou, schlug im Londoner Finale in 21,34 Sekunden an und siegte damit deutlich vor dem US-Amerikaner Cullen Jones, der 21,54 benötigte. Dritter wurde Peking-Sieger Cesar Cielo aus Brasilien, der im vergangenen Jahr unter Dopingverdacht gestanden hatte.

Lagenstaffel Vorlauf-Neunte

Am Freitag standen auch zwei Staffel-Qualifikationen an. Bei der 4x100-m-Lagenstaffel der Frauen ging auch Britta Steffen als Schlussschwimmerin an den Start. Doch sie konnte auch das dritte vorzeitige Aus einer deutschen Frauenstaffel in London nicht verhindern. Mit einer Zeit von 3:59,95 min. belegte das Europameister-Quartett in der Besetzung Jenny Mensing, Sarah Poewe, Alexandra Wenk und Steffen den undankbaren neunten Rang - es fehlten 38 Hundertstelsekunden zum Finaleinzug. Bei ihrem Titel in Debrecen waren die deutschen Frauen 1,5 Sekunden schneller gewesen. Australien war mit 3:55,42 min. am schnellsten. "Die Enttäuschung ist natürlich groß", meinte Mensing. "Das ist schade. Aber wir haben unser Bestes gegeben", sagte Poewe - ein Satz, der schon des öfteren im Aquatics Center zu hören gewesen ist.

4x100-m-Männerstaffel macht's besser

Besser machte es die 4x100-m-Lagenstaffel der Männer. Helge Meeuw, Christian vom Lehn, Steffen Deibler und Marco Di Carli schlugen am Freitag in London nach 3:34,28 min. als insgesamt Sechste an und qualifizierten sich für den Endlauf. "Es ist sehr eng. Wenn jeder von uns da noch ein bisschen an sich arbeiten kann, dann werden wir uns so teuer wie möglich verkaufen und gucken, was bei rumkommt", sagte Meeuw. Die US-Staffel schwamm in 3:32,65 min. die beste Zeit.

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So strahlt ein Sieger: "Albatros" Michael Groß (Frankfurt) - zweifacher Gold-Gewinner über 100 m Delphin und 200 m Freistil © picture-alliance / dpa
 

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Medaillenspiegel
Aktueller Medaillenspiegel
Pl. Land G. S. B.
1. USA Flagge Vereinigte Staaten 46 29 29
2. CHN Flagge Volksrepublik China 38 27 23
3. GBR Flagge Vereinigtes Königreich 29 17 19
...
6. GER Flagge Deutschland 11 19 14
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