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Leichtathletik

Buggenhagen holt ihre 13. Medaille

Marianne Buggenhagen © dpa - Bildfunk Fotograf: Julian Stratenschulte
große Bildversion anzeigen Marianne Buggenhagen holt Silber im Kugelstoßen.

Erfolgreicher Abschluss des dritten Wettkampftages für die deutschen Leichtathleten: Marianne Buggenhagen gewann im Kugelstoßen Silber, Bronze ging über 200 Meter in der Klasse T36 an Claudia Nicoleitzik. Für die 59 Jahre alte Buggenhagen war es bereits die insgesamt 13. Podestplatzierung in ihrer paralympischen Karriere. Sie stieß die Kugel in ihrer Startklasse F55 im dritten Versuch auf 8,32 Meter - umgerechnet kam sie damit auf 946 Punkte. Gold ging an die Chinesin Liwan Yang, die in ihrer Klasse (F54) den Weltrekord auf 7,50 verbesserte und 1.057 Zähler erhielt.

Willing verpasst Bronze um zwei Zentimeter

Denkbar knapp verfehlte Martina Willing eine Medaille. Sie verbuchte in ihrer Klasse F56 mit dem dritten Stoß 8,86 Meter - paralympischer Rekord und 931 Punkte wert. Bis zum letzten Durchgang lag Willing auf Rang drei, ehe die US-Amerikanerin Angela Madsen an ihr vorbeizog. Die 52-Jährige, in derselben Startklasse wie Willing, stieß die Kugel zwei Zentimeter weiter als die Deutsche und kam auf 8,88 Meter.

Im Kugelstoßen kämpften Athleten aus drei unterschiedlichen Startklassen um Medaillen, deshalb wurden die Weiten in Punkte umgerechnet.

Rang drei "mit Verspätung" für Sprinterin Nicoleitzik

Claudia Nicoleitzik © imago/Action Plus Fotograf: Action Plus
große Bildversion anzeigen Claudia Nicoleitzik läuft zu Bronze.

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte im Olympiastadion Sprinterin Nicoleitzik. Die Saarländerin kam über 200 Meter als Vierte ins Ziel. Danach wurde sie zunächst aufgrund einer Verwechslung disqualifiziert - nicht der einzige Fehler des Kampfgerichts. Nach mehreren Ergebnis-Korrekturen wurden schließlich die beiden Argentinierinnen aus der Wertung genommen. Dadurch rückte Nicoleitzik auf den dritten Rang (32,08 Sekunden) hinter Jelena Iwanowa (Russland/30,25) und Min Jae Jeon (Südkorea/31,08) vor.

Pistorius stürmt zum Weltrekord

Sprinter Oscar Pistorius hat bei seinem ersten Start in London die Zuschauer von den Sitzen gerissen. Im Halbfinale über 200 m lief der "Blade Runner" in 21,30 Sekunden Weltrekord. Dabei blieb der 25-Jährige aus Südafrika, der bei seinem Olympia-Start im Halbfinale über 400 m ausgeschieden war, fast eine halbe Sekunde unter seiner bisherigen Bestzeit (21,76) und distanzierte die Konkurrenz in seinem Lauf um fast anderthalb Sekunden. Im Finale am Sonntag steht auch David Behre. Der Leverkusener qualifizierte sich als Gesamt-Siebter für das Finale.

Popow holt Bronze - Whitehead Gold

Heinrich Popow  Fotograf: Daniel Karmann
große Bildversion anzeigen Bronze über 200 m: Heinrich Popow.

Im Weitsprung am Freitag hatte sich Heinrich Popow noch mit dem undankbaren vierten Rang begnügen müssen. Am Samstag schaffte der Leverkusener allerdings den Sprung aufs Treppchen. Über die 200 m T42 gewann der Sprinter in persönlicher Bestleistung von 25,90 Sekunden Bronze. Es gewann unter dem Jubel der 80.000 Zuschauer im Olympia-Stadion der Brite Richard Whitehead in der Weltrekordzeit von 24,38 Sekunden vor dem US-Amerikaner Shaquille Vance (25,55). Wojtek Czyz, im Weitsprung am Tag zuvor noch Bronzemedaillengewinner, wurde in 26,07 Sekunden Fünfter. "Es ist einfach beschissen gelaufen", sagte der Kaiserslauterer.

Popow: "Habe gar nicht gemerkt, wie ich sterbe"

Popow war hingegen überglücklich mit seiner Leistung: "Dass ich als mieser Kurvenläufer auf der schlechtesten Bahn eine Medaille gewinne, ist unglaublich. Ich bin seit anderthalb Jahren nicht mehr 200 Meter gelaufen. Normalerweise sterbe ich nach 120 Metern, aber die Zuschauer waren so geil, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie ich sterbe."

Whiteheads Finish unwiderstehlich

Richard Whitehead  Fotograf: Lefteris Pitarakis
große Bildversion anzeigen Bärenstarkes Finish: Sieger Richard Whitehead.

Popow schob sich auf der Zielgeraden noch an dem in der Kurve auf Rang drei liegenden Scott Reardon aus Australien vorbei. "Das sind zwei Fingerzeige Richtung 100 Meter. Da kann ich mich eigentlich nur selbst schlagen, das hat auch mein Trainer gesagt", so der Leverkusener. Gegen das Finish von Whitehead waren Popow und Co. allerdings chancenlos. Der 36-Jährige lag nach der Kurve noch weit zurück, zündete dann aber den Turbo und lief letztlich mit großem Vorsprung zu Gold. Whitehead hatte Popow vor dem Start zur Seite genommen und ihm gesagt: "Da draußen sind 80.000 Fans von mir. Genieß es einfach und lauf mit." Es funktionierte: "Ohne die Zuschauer wäre ich nie so schnell gelaufen", gab Popow zu.

Sportarten
Kanadas Dean Bergeron (re.) gewinnt das 100 Meter Finale der Klasse T52. © AP Photo Fotograf: Eugene Hoshiko
 

Leichtathletik bei den Paralympics

Das erste Rollstuhlrennen fand 1952 bei den Internationalen Spielen für Behinderte in Stoke Mandeville statt. Mittlerweile verzeichnen die Leichtathletik-Wettkämpfe die meisten Teilnehmer. mehr

Stand: 01.09.2012 22:57
Bilderstrecke
Die deutschen Rollstuhl-Basketballerinnen nach dem Paralympicssieg in London © dpa Fotograf: Julian Stratenschulte

Die deutschen Medaillengewinner

Die deutschen Medaillengewinner in Bildern.[mehr]

Weitere Informationen
Weitspringer Markus Rehm © picture alliance / dpa Fotograf: Julian Stratenschulte

Rehm springt mit Weltrekord zu Gold

Markus Rehm siegt in der Klasse F42/44 vor Wojtek Czyz.[mehr]

Medaillenspiegel
Aktueller Medaillenspiegel
Pl. Land G. S. B.
1 CHN Flagge China 95 71 65
2 RUS Flagge Russland 36 38 28
3 GBR Flagge Großbritannien 34 43 43
...
8 GER Flagge Deutschland 18 26 22
(nach 503 von 503 Entscheidungen)

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Ergebnisse
Resultate der Paralympics © Screenshot Fotograf: Screenshot

Ergebnisse der Paralympics 2012 in London

Die Resultate der 503 Entscheidungen.[mehr]

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