Paralympics Deutsches Team wird Mitte Februar nominiert

Mit 22 Sportlern wird Deutschland bei den X. Winter-Paralympics antreten. Sie werden in Vancouver im Rollstuhlcurling, im alpinen und nordischen Skisport sowie in Biathlon an den Start gehen. Endgültig nominiert werden die Athleten am 17. Februar.

Paralympics von Turin: Gerd Schönfelder aus Kulmain fährt zu seinem zweiten Gold. | Rechte: dpa

Die ersten Namen stehen bereits heute fest. Wenn nichts dazwischen kommt, wird das Team des Deutschen Behindertensportverbandes von mehrfachen Paralympics-Gewinnern angeführt: Frank Höfle holte in den nordischen Disziplinen 13 Goldmedaillen und ist damit erfolgreichster Deutscher bei Paralympischen Spielen. Martin Braxenthaler und Gerd Schönfelder haben zusammen 19 Mal paralympisches Gold im Ski Alpin gewonnen. Die Nordische Verena Bentele holte siebenmal Paralympics-Gold.

Medaillen nicht alles

"Wir wollen uns unter den Spitzen-Nationen etablieren."

Der Chef de Mission Karl Quade gab auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, das Ziel vor: Ein Spitzenplatz in der Nationen-Wertung. Das Team muss Platz zwei verteidigen. Vor vier Jahren in Turin hatten die Sportler achtmal Gold sowie je fünfmal Silber und Bronze gewonnen. Medaillen sind aber nicht alles, worum es Quade bei den Paralympics geht. Das Team soll auch die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen demonstrieren, ihre soziale Kompetenz unterstreichen und Vorbild für Menschen mit und ohne Behinderung sein.

Fairer Umgang und Menschlichkeit

 Verena Bentele mit Guide Franz Lankes | Rechte: Deutscher Behindertensportverband e.V. Rechte: Deutscher Behindertensportverband e.V. Auch der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach, wies daraufhin, dass der faire Umgang und die Menschlichkeit bei den Paralympics-Sportlern teilweise stärker ausgeprägt seien als bei den nicht Behinderten. Welchen Stellenwert der Behindertensport für ihn hat, demonstriert der Vize-Präsident des Internationalen Olympischen Komitees mit einem Besuch der Paralympics. Bei der Eröffnung der X. Spiele in Vancouvers BC Stadium wird er dabei sein.

Gefahr durch Doping

Der Chef des Internationalen Paralympischen Komitees, Philip Craven, wies noch auf eine andere Bedeutung der Wettkämpfe hin. Er betonte, dass im Mittelpunkt die sportliche Leistung steht, nicht die Behinderung. Der Chef des deutschen Paralympic-Teams Quade untermauerte die Aussage. Was bei den Wettkämpfen stattfinde, sei absoluter Hochleistungssport. Er ist sich aber auch bewusst, dass genau darin auch die Gefahr liegt: Doping. Quade versicherte, dass jeder Spieler intensiv aufgeklärt wurde. Dennoch müsse der Verband aufpassen, nicht in eine Falle zu tappen.

Stand: 29.01.2010, 10:26 Uhr

So. 28.02.2010, 16. Wettkampftag

Länderwertung nach 86 Entscheidungen
Platzierungen      
1 Länderflagge Kanada Kanada 14 7 5
2 Länderflagge Deutschland Deutschland 10 13 7
3 Länderflagge USA USA 9 15 13
4 Länderflagge Norwegen Norwegen 9 8 6
5 Länderflagge Südkorea Südkorea 6 6 2