10-km-Langlauf Eskau landet auf Platz acht
Die querschnittsgelähmte Sportlerin Andrea Eskau vom USC Magdeburg hat am Sonntag bei den X. Paralympics in Whistler nach 33:46,0 Minuten Platz acht im 10-Kilometer-Wettbewerb mit dem Ski-Schlitten belegt. Die Goldmedaille gewann Liudmila Vauchok aus Weißrussland in 30:52,9 Minuten, vor Colette Bourgonje aus Kanada (+56,9 s). Bronze ging an Olena Iurkovska aus der Ukraine (+1:50,6 s).
Kraft reichte nicht
Die 38 Jahre alte Diplom-Psychologin Eskau war das Rennen schnell angegangen. Nach der ersten Zwischenzeit lag sie noch auf einem vielversprechenden vierten Rang. Doch nach und nach musste sie dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Nach dem Rennen bekannte die Ausdauersportlerin, dass am Ende die Kraft nicht gereicht hat. Dabei habe es nicht an der Ausdauer gelegen, sagte Eskau, die vor einem Fahrradunfall vor zwölf Jahren Triathletin war und 2008 bei den Sommer-Paralympics in Peking Gold mit dem Handbike gewonnen hatte. Für den Wintersport brauche man aber andere Muskelgruppen.
Nach ihrem sechsten Rang im Biathlon-Jagdrennen über 2,4 Kilometer bei ihren ersten Winterspielen war Eskau mit dem achtem Platz im Langlauf nicht zufrieden. "Es war sehr eng und von den engen Plätzen habe ich den schlechtesten abgekriegt."
Russischer Doppelerfolg bei den Männern
Die Ergebnisse bei den Herren im 15-Kilometer-Wettbewerb in der Klasse sitzend: Gold holte sich der Russe Irek Zaripov in 41:01,1 Minuten vor seinem Landsmann Roman Petushkov (+ 10,0). Bronze gewann der Italiener Enzo Masiello (+ 57,2). Dieser Wettbewerb fand ohne deutsche Beteiligung statt. Russland führt damit klar den Medaillenspiegel an. Die weiteren Plätze belegen die Ukraine, Weißrussland und Deutschland.